Im Erika-Fuchs-Haus wurden aus unterschiedlichsten Materialien fantasievolle Masken gestaltet. Die meisten Kinder nutzten einen runden Pappteller als Grundform – und dann ging das Experimentieren los.
Ein großer Materialfundus lädt dazu ein, auszuprobieren, zu kombinieren und eigene Ideen zu verfolgen. Wie verbinde ich verschiedene Teile? Was hält gut? Was kippt oder löst sich wieder? Genau dieses Forschen gehört dazu. Wenn etwas nicht stabil war, wurde nicht aufgegeben – sondern neu gedacht.
💬 „Ich hab ganz viele Sachen genommen, weil ich nicht wusste, was ich zuerst will.“
💬 „Das hat erst nicht gehalten, dann hab ich’s nochmal anders gemacht.“
Und genau hier liegt der Kern unserer Arbeit: im Prozess.
Nicht im perfekten Ergebnis.
In einer Zeit, in der Bilder, Texte oder ganze Entwürfe scheinbar per Klick durch KI erzeugt werden können, gerät genau das in Gefahr: das eigene Ausprobieren, das Scheitern, das Dranbleiben, das Lernen durch Tun.
Doch Selbstwirksamkeit entsteht nicht durch Generieren –
sie entsteht durch Erleben.
Durch Hände, die kleben, falten, neu ansetzen.
Durch Geduld.
Durch das Aushalten, dass etwas erst nicht funktioniert.
Wenn Kinder erfahren: Ich habe das selbst gelöst,
dann wächst mehr als eine Maske.
Dann wächst Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten.
👩🎨 Kursleitung: Annette Hähnlein