Und was wird aus all diesen Spuren?

Im Laufe des Projekts im BÜZ Münchberg wurde immer konkreter, dass daraus eine Ausstellung entstehen soll. Im Mittelpunkt sollen dabei die Geschichten der Jugendlichen stehen. Erfahrungen, die sie gemacht haben, die sie vielleicht beschäftigen, aber die sie nicht unbedingt im Gespräch erzählen möchten.

Ursprünglich war geplant, diese Geschichten über Interviews gemeinsam mit dem Jugendtreff Team zu sammeln. Da sich dafür im Alltag bisher nicht genug Raum ergeben hatte, wurde die Idee weiterentwickelt. Die Jugendlichen können ihre Geschichten stattdessen selbst auf DIN A4 Papier festhalten. Die Anleitung dafür wurde noch einmal überarbeitet und mit Bildern ergänzt.

Auch der Hintergrund für diese Sammlung ist bereits entstanden. Auf dem großen Papier, das zuvor im Eingangsbereich des Jugendtreffs lag und dort über längere Zeit Spuren der Jugendlichen gesammelt hatte, wurde mit Sprühfarben ein schwarzes Loch gestaltet.

Einige Jugendliche waren direkt dabei. Andere kamen später dazu und kommentierten, wie das Graffiti am besten funktionieren könnte. Ausgerechnet bei der Frage, wie man ein schwarzes Loch am besten sprüht, wurde dann ziemlich ausführlich diskutiert.

Auf diesem Bild sollen später die Papiere mit den persönlichen Erfahrungen befestigt werden.

Damit die Ausstellung weiter wachsen kann, möchte das Jugendtreff Team die Jugendlichen auch zwischendurch gezielt ansprechen. Zusätzlich sollen einzelne Aktionen beim Tag der offenen Tür und im Sommerferienprogramm aufgegriffen werden.

Die Ausstellung entsteht also weiter mitten im Alltag des BÜZ. Aus Gesprächen, kleinen Ideen, bereits entstandenen Arbeiten und den Dingen, die Jugendliche selbst einbringen.

Kursleitung: Anne Römpp