Beim Naturraum Open Air am Fichtelsee wurde gesägt, geknotet, getackert und ausprobiert. Aus Ästen, Schnur und viel Kreativität entstanden gemeinsam mit den Kindern kleine Flöße, die anschließend direkt auf dem Fichtelsee getestet wurden. Selbst die „Mach doch Theater!“-Flyer bekamen noch eine zweite Aufgabe und wurden kurzerhand zu Segeln umfunktioniert.
Die Stimmung auf dem Festival war wunderbar. Immer wieder wurden fertige Flöße voller Spannung zu Wasser gelassen. Schwamm eines nicht wie geplant, ging es nicht um richtig oder falsch. Es wurde zurück an den Kreativtisch gelaufen, weitergetüftelt und eine neue Lösung ausprobiert.
Besonders beeindruckend war ein Team aus zwei etwa zehnjährigen Kindern. Über lange Zeit arbeiteten sie hoch konzentriert an ihrem Floß. Gemeinsam überlegten sie, diskutierten Ideen, nutzten Tape und Tacker, probierten verschiedene Konstruktionen aus und entschieden jeden Schritt miteinander.
Als ihr Floß schließlich nicht auf der Wasseroberfläche blieb, sondern langsam untertauchte, kam keine Enttäuschung auf. Stattdessen riefen beide begeistert:
💬 „Wir haben jetzt ein U-Boot! Yeah!“
Nach einer Runde über das Festival kamen sie sogar noch einmal zurück, bauten gemeinsam ein zweites Floß und arbeiteten erneut mit viel Geduld, gegenseitiger Wertschätzung und echtem Teamgeist.
Genau solche Momente zeigen, worum es in der kulturellen Bildung geht. Nicht das perfekte Ergebnis steht im Mittelpunkt, sondern gemeinsames Denken, Ausprobieren und die Fähigkeit, Rückschläge als neue Idee zu begreifen. Manchmal wird aus einem gescheiterten Floß eben ein ziemlich großartiges U-Boot.