Wie entsteht eigentlich ein Wandbild? In der Grund- und Mittelschule Kirchenlamitz begann dieser Prozess nicht mit Farbe an der Wand, sondern mit vielen Ideen auf Papier.
Eine Woche lang entwickelten die Schülerinnen und Schüler der 1. bis 6. Klassen Skizzen für die geplante Wandgestaltung am Fahrradstellplatz. Mit Filz- und Buntstiften brachten sie ihre Lieblingsmotive zu Papier. Aus vielen einzelnen Entwürfen entstand Schritt für Schritt ein gemeinsames Konzept, bevor die Motive schließlich mit Acryl- und Dispersionsfarben auf die Wand übertragen wurden.
Besonders schön war zu beobachten, wie sehr sich die Kinder mit „ihrer“ Wand identifizierten. Manche kamen am Nachmittag sogar noch einmal mit ihren Eltern zur Schule, um stolz ihre Entwürfe und den Fortschritt der Gestaltung zu zeigen.
Natürlich verlief nicht jeder Moment reibungslos. Auch Konflikte und Störungen gehören zu Gruppenprozessen dazu. Doch nachdem eine schwierige Situation geklärt war, konnten alle wieder konzentriert weiterarbeiten und gemeinsam einen kreativen Vormittag erleben. Genau das gehört zur kulturellen Bildung: Lösungen finden, Verantwortung übernehmen und gemeinsam an einem Ziel arbeiten.
Ein Kind brachte seine Begeisterung ganz einfach auf den Punkt:
💬 „Malen mach ich am liebsten.“
Und für Kursleiter Thomas Brix gab es einen Moment, der mindestens genauso viel bedeutet hat: An manchen Tagen wurde er schon von weitem mit einem fröhlichen „Thomas, Thomas!“ begrüßt. Solche Begegnungen zeigen, wie wichtig verlässliche Beziehungen in der kulturellen Bildung sind. Wenn Kinder sich auf gemeinsame Projekte und die Menschen dahinter freuen, entsteht ein Raum, in dem Kreativität wachsen kann.
Kursleitung: Thomas Brix