Freies gestalten mit Hasendraht und Holz im Bürgerhaus in Leupoldsgrün

Es wurde geschnitten, getackert, geleimt und gebaut. Aus Hasenstalldraht, Holz, Papier, Stoff und vielen eigenen Ideen entstanden ganz unterschiedliche Objekte: ein Mond, ein Blumenbogen, ein Wiesenhügel mit Wichtelhöhle und sogar kleine Einrichtungen mit Schrank und Buch.

Für manche Teilnehmende war es die erste Begegnung mit Werkzeugen wie einer Drahtzange. Draht musste abgezwickt, Formen entwickelt und Materialien miteinander verbunden werden. Dabei stand nicht eine Vorlage im Mittelpunkt, sondern die eigene Vorstellungskraft.

Besonders bezeichnend war die Frage eines Kindes:

💬 „Und da darf ich wirklich bauen, was ich mag?“

Genau darum geht es in vielen Angeboten kultureller Bildung. Kinder und Jugendliche erleben, dass ihre Ideen ernst genommen werden. Sie müssen nicht alle das Gleiche herstellen, sondern dürfen eigene Wege finden, ausprobieren, umdenken und ihre Vorstellungen sichtbar machen.

So entstehen nicht nur kreative Objekte, sondern auch Selbstvertrauen. Wer erlebt, dass eine eigene Idee Form annehmen kann, macht die Erfahrung von Selbstwirksamkeit: Aus einem Gedanken wird etwas Reales, das vorher nicht existiert hat.

Kursleitung: Bärbel Quehl